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| Barkenfahrt auf der Elbe |  | | Mit der Barke“Deutschland“ unterwegs auf der Elbe
Sommerzeit ist auch Wanderruderzeit, gleich drei Fahrten hat die Wanderwartin des Nordschleswigschen Ruderverbandes für diesen Sommer geplant. 13 Teilnehmer machten sich auf nach Dresden und übernahmen dort die neue Barke des Deutschen Ruderverbandes, die anlässlich des 125 jährigen bestehen des Verbandes im März in Köln getauft wurde. Die Barke wird von 10 Ruderinnen/Rudern gerudert, gerudert wird mit Riemen, d.h. es sitzen immer zwei Ruderer nebeneinander und dann ge-braucht man noch mindestens einen Steuermann, besser sind aber zwei oder drei wo-bei diese als „Steuerberater“ fungieren. Nun wir mussten ohne Berater auskommen. Von Dresden ging’s zum Ruderverein in Pirna, wo wir übernachteten und am nächsten Tag weiter in die Tschechei. Über gut ausgebaute und beschilderte Strassen erreichten wir unseren Einsatzort Roudnice (Raudnitz) Es war gar nicht so einfach eine geeignete Stelle zu finden, denn so eine Barke ist 12 m lang und wiegt fast eine Tonne. Doch dann war es geschafft und gleich ging`s auch in die erste Schleuse. Die Elbe, in Tschchien heißt sie Labe, ist hierfür die Schifffahrt aufgestaut, von Melnik bis zur Grenze nach Deutschland sorgen vier große Doppelschleusen und Wehr dafür, dass die Elbe schiffbar bleibt auch in trockenen Sommern. Unser erstes Ziel war Litomeritce (Leitmeritz) wo wir teils im Ruderclub teil auf dem daneben gelegenen Campingplatz in 4 Betthütten beim Wirt Joseph übernachteten. Etwas merkwürdig für uns die Früh-stücksbestellung, jedes Brötchen, jede Tasse Kaffee, Marmelade, Eier, Butter, jede Scheibe Wurst musste gesondert bestellt werden, aber die Speisekarten gab´s auch auf Deutsch, Englisch Dänisch wobei bei jeder Ware die genaue Menge in Gramm ver-merkt war. Wir ruderten durch das böhmische Mittelgebirge Felsen und Wälder be-gleiteten uns und die Sonne meine es bis auf den letzen Rudertag sehr gut mit uns, es war fast zu warm. Sehr verlockend die Biergärten am Ufer, aber es gab außer bei den Rudervereinen fast keine Anlegstege so musste der Durst mit Wasser gelöscht werden und das Bier bis zum Abend warten. In Usti die letzte Schleuse, danach gab es dann etwas mehr Strömung aber der Wasserstand war sehr niedrig. Die Tschechen sparen mit dem Flusswasser und lassen nur mal etwas mehr Wasser über die Wehre wenn Schifffahrt zu erwarten war, wir die großen Hotelschiffe, die nur ganz langsam fahren konnten. Diese Wasserlieferungen lassen sich die Tschechen dann auch bezahlen. Nun wir brauchten nicht extra Wasser und kamen jetzt auch gut voran, der gegenwind macht uns nicht mehr soviel Mühe und so erreichten wir Decin (Tetschen) unsere letz-te Übernachtungsstelle in Tschechien fast schneller als der Landdienst. In einer Pensi-on direkt direkt neben dem Kanuclub, wo wir die Barke vertäut hatten fanden wir eine gute und preiswerte Unterkunft, gleich daneben ein Gasthaus mit Landeskost, Riesen-portionen gutes Bier und zu Preisen, von denen wir in Dänemark nur träumen können. Aber den Euro haben die Tschechen auch noch nicht. Am nächsten Tag die schönste Strecke durchs Elbsandsteingebirge, vorbei an der Festung Königsstein, an Bad Schandau an der Bastei wieder nach Pirna. Bezogene Betten im Ruderclub, ein vor-zügliches Restaurant und ein ganz ausführliches Frühstück. Dann die spannende Fahrt durch Dresden, fast zwanzig Kilometer, vorbei an Schloss Pillnitz unter dem Blauen Wunder hindurch, vorbei an den prächtigen Elbvillen, an der umstrittenen Baustelle für die neue Brücke, dann die Frauenkirche, die Brühlschen Terrassen, die Schlosskir-che, am Landtag. Mittagspause im Leistungszentrum für Rudern im Dresdener Ruder-club, sehr groß, die Hallen voll mit neuen Rennbooten, sehr beachtlich. Nächstes Ziel Meißen, übernachtet wird im Ruderclub, hier die einzige Stelle, wo wir selbst die Bet-ten und auch das Frühstück machen müssen, so wie es früher immer war, wenn wir auf Wanderfahrt waren. Die Meisten hatten sich aber schon an das gute Leben gewöhnt, nur klein war die Gruppe beim Frühstück machen, na der Rest durfte dann aufräumen und abwaschen. Riesa auch hier im Ruderclub ein nettes Restaurant passen zur Mit-tagspause. Hinter Riesa ändert die Elbe wieder ihr Aussehen, jetzt haben wir an beiden Seiten große Steinbuhnen, die die Strömung regulieren sollen, mächtig aufpassen muss der Steuermann, dass die Strömung die Barke nicht auf die Steine drückt. Heil errei-chen wir den Hafen von Mühlberg, der südlichsten Stadt Brandenburgs. Zwei Nächte werden wir im Hamburger Hof verbringen. Sehr interessant der historische Stadtkern, aber viele Gebäude sind noch überholungsbedürftig. Durch einen großen Einsatz, aller Bürger des Roten Kreuzes, des Militärs und des technischen Hilfswerks gelang es im August 2002 bei der Jahrhundertflut die Stadt zu retten, fast 9 m war der Pegelstand der Elbe, jetzt hatten wir 1,05 m . dann der letzte Rudertag, nur 15 km zu Abgewöh-nen, aber dafür Regen. In Belgern erlaubt ein sehr freundlicher Fährmann das Heraus-nehmen der Barke an der Fährstelle dann Säubern der Barke, Umziehen im Hotel und ab zur Stadtbesichtigung nach Dresden, doch vorher muss die Barke noch abgeliefert werden, sehr genau überprüft der Vorsitzende des Dresdener Rudervereins ob auch keine Kratze in der neuen Barke sind. Alles o.K. wir erhalten unser gezahltes Deposi-tum für die Barke wieder zurück. Abends dann großes Abschiedsessen im Hotel, der Dank der Teilnehmer gilt Angelika Feigel, für eine große Vorbereitungsarbeit. 227 km haben wir auf Labe/Elbe zurückgelegt. Wir waren ein gutes harmonisches Team aus vier Vereinen, Deutscher und dänischer Ruderverein Hadersleben, Germania Sonder-burg und Deutscher Ruderverein Gravenstein .Dann war Stadtfest angesagt, mit Fa-ckelzug, Musikkapellen und Disco. Die Letzten sollen nach Haus gekommen sein, als es schon wieder hell war. Eine tolle Fahrt ging zu Ende, aber Angelika hat schon wie-der Pläne fürs kommende Jahr, aber zunächst kommt jetzt erst einmal die Familien-fahrt nach Neuruppin und dann wollen wir auch noch versuchen Usedom zu umrudern. (dhl)
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| Nordschleswigscher Ruder-Verband • Geschäftsstelle • Borrevej 38 • 6400 Sønderborg • Tlf.: (+45) 74 42 64 76 |
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